Coach Heiner Masekowitz

Erfahrungen: Träume

Meine Träume – was ich dabei erlebe

Träume beschäftigen mich, seit ich Sigmund Freuds Band zur Traumdeutung gelesen habe. Hier schreibe ich auf, was ich mit meinen eigenen Träumen erlebe, wie ich mit ihnen umgehe und was ich vermute. Alles auf dieser Seite ist meine persönliche Erfahrung und Sicht, kein wissenschaftlicher Beweis.

Illustration: ein leuchtendes Gehirn über einem Weg in der Abenddämmerung
Bild mit KI erstellt

Wie es angefangen hat

Ich besitze Freuds Studienausgabe und habe seinen Band zur Traumdeutung gelesen. Freud hat mir geholfen, über meine Träume nachzudenken – auch wenn ich heute in einigen Punkten anders denke als er.

2021 hatte ich zum ersten Mal den Eindruck, meine Träume entschlüsseln zu können. Seitdem achte ich genauer darauf, was ich träume und wie ich mich danach fühle.

Träume, nach denen ich aufwache

Nicht jeder Traum ist für mich gleich wichtig. Ich achte vor allem auf die Träume, nach denen ich direkt aufwache. An diese Bilder erinnere ich mich dann noch gut.

In diesen Träumen sehe ich oft Gegensätze – zum Beispiel ein Bild, auf dem links Schnee liegt und rechts ein sonniger Strand zu sehen ist. Für mich sind solche Gegensätze ein Zeichen, dass in mir zwei Dinge nicht zusammenpassen, die ich mir genauer ansehen sollte.

Ein Beispiel: das Einkaufszentrum

Ich war im Traum in einem großen Einkaufszentrum mit mehreren Ein- und Ausgängen. Jedes Mal, wenn ich es durch einen Ausgang verließ, kam ich durch einen anderen Eingang sofort wieder hinein.

Ich habe diesen Traum für mich als Bild für ein Gedankenkarussell verstanden – ein „Hamsterrad“. Mein Eindruck war: Hier hängen mehrere Themen miteinander zusammen, und es reicht nicht, nur eines davon anzuschauen. Ich habe mich danach bewusst mit allen Themen beschäftigt, die mir zu diesem Traum eingefallen sind, und sie als Ganzes betrachtet.

Meine Vermutung

Meine persönliche Hypothese – nicht wissenschaftlich belegt: Ich vermute, dass das Unterbewusstsein in Bildern spricht. In meinem Bild zeigt es mir in solchen Träumen, welche Verbindungen in mir „fehlerhaft verbunden“ sind – also welche alten Glaubenssätze aus meiner Kindheit noch wirken, obwohl ich sie tagsüber längst nicht mehr bemerke. Und ich vermute, dass es mich nach diesen Träumen aufweckt, damit ich mich an die Bilder erinnere und darüber nachdenken kann.

Wenn ich dabei von „Verbindungen“ oder „Synapsen“ spreche, ist das mein Bild für das, was ich erlebe – keine gemessene Tatsache. Sigmund Freud nannte den Traum den „Königsweg zum Unbewussten“ und sah Träume als verschlüsselte Botschaften. Meine Vermutung baut darauf auf, weicht aber in Einzelheiten von ihm ab.

Wie ich mit meinen Träumen umgehe

So gehe ich für mich vor. Das ist keine Methode mit nachgewiesener Wirkung, sondern meine Art der Selbstreflexion:

  1. Nach dem Aufwachen lasse ich die Augen noch geschlossen und rufe mir den Traum ins Gedächtnis.
  2. Dann schreibe ich ihn auf – vor allem die Bilder, die Gegensätze und die Gefühle.
  3. Ich frage nicht zuerst: „Was bedeutet dieses Symbol?“, sondern: „Welches Gefühl kenne ich daher?“
  4. Dann frage ich mich: Wann habe ich mich als Kind genauso gefühlt? Welchen Satz habe ich damals gehört?
  5. Bei Gegensätzen wie Schnee und Strand stelle ich mir vor, wie beide Seiten zusammenkommen und sich dann in „Nichts“ auflösen. Danach überlege ich, welche neue Überzeugung den alten Satz ersetzen könnte.
  6. Im Alltag achte ich darauf, wo mir derselbe Widerspruch wieder begegnet.

Wenn Sie Lust haben, Ihre eigenen Träume aufzuschreiben, finden Sie unter Impulse eine einfache Übung zum Traumtagebuch. Was ein Traum für Sie bedeutet, können nur Sie selbst herausfinden.

Was ich nicht weiß

Ob meine Deutung stimmt, kann ich nicht beweisen. Wozu wir träumen, ist in der Forschung bis heute nicht abschließend geklärt: Träume treten besonders im REM-Schlaf auf, und es wird angenommen, dass sie mit der Verarbeitung von Erinnerungen und Gefühlen zusammenhängen. Andere Modelle deuten sie eher als Gehirnaktivität, der wir nachträglich einen Sinn geben.

Meine Erfahrungen sind meine eigenen. Ich kann nicht sagen, ob andere Menschen ihre Träume ähnlich erleben, und ich verspreche niemandem, dass die Beschäftigung mit Träumen etwas verändert.

Wichtig

Wichtig: Häufige Albträume oder Schlafprobleme, die Sie belasten, sollten Sie ärztlich oder psychotherapeutisch abklären lassen. Coaching und Selbstreflexion ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung oder Behandlung. Bitte beenden oder ändern Sie keine Behandlung und keine Medikamente, ohne vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen.

Ich wünsche Ihnen schöne Träume.

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